Wie finanziert sich ein Assistenzhund?

Wie finanziert sich ein Assistenzhund?
Und wofür wird meine Spende eingesetzt?
Diese beiden Fragen werden uns oft gestellt! Für einen gut ausgebildeten Assistenzhund entstehen Kosten von etwa 25.000 Euro. Diese verteilen sich auf die Anschaffung, Verpflegung, Unterbringung und das Training selbst, bis der Hund mit etwa 2 Jahren an seine:n Teampartner:in übergeben wird. Die meisten gehen fälschlicherweise davon aus, dass einen Teil der Kosten die Krankenkasse übernimmt. Doch das ist lediglich beim Blindenführhund der Fall. Der Grund dafür ist, dass es in Deutschland bisher noch keine Ausbildungs- und Prüfungsstandards für Assistenzhunde gibt. Diese werden im Moment erarbeitet.
Wir als gemeinnütziger Verein finanzieren unsere Assistenzhunde deshalb ausschließlich mittels Spenden. Auch wenn ein:e Teampartner:in einen Teil der Kosten selbst übernimmt und sich eine passende Stiftung sucht oder einen Sponsor findet, der etwas dazu gibt, bleibt immer noch ein großer Teil vom Verein zu finanzieren.
Deshalb starten wir regelmäßig Spendenaufrufe für unsere Teams. Damit finanzieren wir die sogenannte Teambildung, die wir mit 6.000 Euro veranschlagen. Diese Phase umfasst 6-8 Wochen, in denen unsere erfahrenen Hundetrainerinnen das neue Mensch-Hund-Team vor Ort bei der Trainerin und im jeweiligen Zuhause der Teampartner:in intensiv auf den Alltag vorbereiten. Für unsere Hundetrainerinnen dreht sich während dieser Phase alles um das erfolgreiche Zusammenführen eines neuen Teams. In dieser Zeit sind deshalb auch ihre anderen Verdienstmöglichkeiten als Hundetrainerinnen eingeschränkt, weil sie entweder nicht Zuhause oder große Teile ihres Tages blockiert sind, in denen kleinschrittig geübt wird, das Können des Hundes auf den neuen Menschen zu übertragen.
Damit sind folgende Posten noch nicht finanziert: Welpenkaufpreis, Futter, Zubehör, Versicherung, eventuelle Tierarztkosten sowie die fachgerechte Prägung, Grundausbildung, Teamfindung und später die spezifische Ausbildung des Hundes, die sich am Bedarf des Menschen orientiert. Was unsere Trainerinnen in diesen zwei Jahren leisten, ist eine ganze Menge: Sozialisierung, Bindungsaufbau, Stubenreinheit, Leinenführigkeit, korrektes Fußgehen, Ablegen und Bleiben, Apportieren, Alltagstraining im und außer Haus, zuverlässiges Zurückkommen auf Ruf und Pfiff, Stadttraining samt Bus- und Bahnfahrten, Marktbesuche etc. sowie die konsequente Wiederholung des Erlernten. Ab dem 12. Monat kommen spezielle Aufgaben wie Gegenstände (Handy, Tasche) holen und anreichen, beim Ausziehen helfen, Lichtschalter betätigen, Schubladen öffnen und schließen dazu, je nach Bedarf des Teampartners. Nebenbei sind Telefonate und Treffen mit möglichen Bewerber:innen zu erledigen. Für die fachgerechte Ausbildung der Welpen von klein auf bis zur Übergabe, stellen unsere Trainerinnen eine Rechnung. Pro Tag sind das in etwa 20 Euro pro Hund. Jeder der schon einmal einen Welpen für den Hausgebrauch erzogen hat, weiß das einzuschätzen, vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Hunde später als hochspezialisierte Helfer auf vier Pfoten im Einsatz sind, auf denen Verantwortung lastet. Ohne Leidenschaft und ehrenamtliches Engagement ist die Ausbildung eines Assistenzhundes nicht möglich.
Mit eurer Spende tragt ihr dazu bei, dass unsere Assistenzhunde nicht nur von klein an professionell und einfühlsam für einen Menschen mit Behinderung ausgebildet werden, sondern auch nur einen Führerwechsel im Laufe ihres Lebens erleben. Das unterscheidet uns von anderen Vereinen, die mit Paten arbeiten. Warum wir das nicht tun, erklären wir euch demnächst!

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